160 Jahre, in denen Menschen mit Idealismus, persönlichem Einsatz und vor allem Freude an Musik und Geselligkeit
in guten und besonders in schweren Zeiten den Fortbestand des Vereins und damit der Chormusik gesichert haben.
Nicht viele Kulturvereine in der Salinenstadt Hallein können auf eine so lange Tradition zurückblicken wie die HLT:
Der Chor wurde bereits 1849 auf Initiative von Franz Gruber gegründet, dem Sohn Franz Xaver Grubers, weltweit
bekannt als Schöpfer des wohl bekanntesten Weihnachtsliedes "Stille Nacht, heilige Nacht". Dieser war,
wie bereits erwähnt, einer der 24 Gründungsmitglieder.
Viel konnten wir, die „LiedertaflerInnen“, von damals bis heute bewegen:
Um auch das gesellige und vor allem lustige Beisammensein zu fördern, wurde zur Gründerzeit und die Jahrzehnte
danach intensiv der Kontakt mit anderen Vereinen gepflegt. (LT Berchtesgaden, LT Salzburg, LT Reichenhall,
LT Schärding, u.a.).
Bis heute hat sich, wenn auch in geringerem Ausmaß, diese Tradition gehalten.
So besuchte uns im Jahre 1994 der Postens Damekor aus Bergen (Norwegen). Die Norwegerinnen gaben in ihren
reizenden Trachten im Keltenmuseum ein Konzert. Im April dieses Jahres machten wir Bekanntschaft mit dem
GVL Konkordia Lustenau (Vorarlberg), aus welcher im September im Zuge unseres alljährlichen Vereinsausfluges) feste
Freundschaft wurde.
160 Jahre also, in denen Menschen mit Idealismus, persönlichem Einsatz und vor allem Freude an Musik und
Geselligkeit in guten und besonders in schweren Zeiten den Fortbestand des Vereins und damit der Chormusik
gesichert haben!
Jahresbericht Vereinsjahr 2007/08
Jahresbericht Vereinsjahr 2006/07
Jahresbericht Vereinsjahr 2005/06

In Hallein bildete sich am 2.November 1847 ein Musikverein, welcher sich zweimal
im Monat zu gemeinschaftlichen Übungen in Vokal- und Instrumental Musik versammelte
und die zerfließenden Unkosten aus eigenen Mitteln deckte. Dieser Verein erntete bei
den von ihm veranstalteten Produktionen nicht nur die volle Zufriedenheit des Publikums,
sondern konnte nicht unbedeutende Summen milden Zwecken zuführen.
Der Verein zählte an 36 ausübende Mitglieder, nur machte sich der Mangel an
Geldmitteln und eine Unzulänglichkeit an Gesangskräften ziemlich fühlbar.
Als am 30.März 1849 von Seite der Salzburger Liedertafel an hiesigen Musikverein
die freundliche Einladung erging, dieser wolle sich bei dem vorhabenden Fahnen- und
Gesangsfeste zu Salzburg betheiligen, führte derselbe dem Feste 14 Sänger zu,
und nahm an dem schönen Aufblühen der Salzburger Liedertafel den lebhaftesten Anteil.
Dieses großartige Fest, das über 300 Sänger vereinigte, wird stets in frohestem
Andenken aller Theilnehmer bleiben. Es war dies ein Fest, dessen Harmonien unvergänglich
in den Herzen der anwesenden Sänger und Sangesfreunden erklingen werden.
Halleins Sänger und Theilnehmer an diesem Liederfeste, entzückt über die früher kaum
geahnte Macht kräftigen Männergesangs, fühlten alle den lebhaften Wunsch, dem Vorbilde
der Nachbarstadt Salzburg zu folgen und auch am heimischen Herde den deutschen Gesang
eifrigst zu pflegen, demselben möglichst viele Kräfte zuzuführen, und auf diese Weise
nicht nur den Sinn für die Kunst des Gesanges, sondern auch für wahre, veredelnde
Geselligkeit in Hallein das vollste Bürgerrecht zu erwerben.
Mit diesen und ähnlichen Gedanken und Vorsätzen von unseren Freunden in Salzburg
scheidend, kehrten wir zurück und es bedurfte nur der Einladung von Seite des
Direktors des Musikvereins, Herrn Franz Gruber jun. an die bekannten Sangeskräfte
Halleins, sich am 4.Juni 1849 versammeln zu wollen.
(wörtliche Abschrift aus der Vereinschronik „Gedenkbuch der Halleiner Liedertafel.
1.Teil“; Georg Kral, Vereinsobmann, Jänner 1999)
„CONSTITUIRUNG“ der Liedertafel, 4.Juni 1849 ..... Orginalbild > ![]()
(verkürzte Abschrift des Originaltextes, G.K.)
An diesem Tage versammelte man sich im Stammlokal des Stampfischen Bräuhauses und
schritt zur Berathung, auf welche Weise das vorgesetzte Ziel zu ermöglichen sei.
Es stellte sich die Zahl Sänger auf 24, es waren die Herren:
Honschky, Peinzinger, Bock, Kapeller, Lechner, Perger, Pichler, Benesch, Karl,
Seidl, Graspeuntner, Zehenter, Göllner, GRUBER jun., Giehl, Kholler, Altmann,
GRUBER sen., Oedl, Ramsauer, Reitsamer, Jelmolly, Tronner(?), Etzelsdorfer .
Diese schritten nun zur Wahl der Vereinsleitung. Man wählte zum Direktor Herrn
Franz Gruber jun., zum Sekretär Herrn Josef Giehl, zum Cassier Herrn
Cajetan Jelmolly, zu Ausschüssen die Herren Kholler und Honschky.
Es wurden allwöchentlich ein Übung zu halten beschlossen, ein monatlicher Beitrag
von 9 h (Heller) festgesetzt und noch einige wichtige Punkte beraten und angenommen.
Lebhafte Toaste auf ein kräftiges Aufblühen und Gedeihen der Liedertafel,
Wiederholung der in Salzburg gesungenen Chöre beschlossen diesen frohen Abend.
(......)
Über Einladung der Salzburger Liedertafel fand am 8.Juli l.J. in St. Leonhard
eine Zusammenkunft der Salzburger, Halleiner und Reichenhaller Sänger statt.
(......)
Einer Einladung der Lungauer Liedertafel zu ihrem Fahnen- und Gesangsfeste
konnte wegen zu großer Entfernung nicht entsprochen werden.....
(......)
Es wurde nun ein Comite´ gebildet, um die nöthigen Vorkehrungen zu der am
24. September l.J. bestimmten Fahnenenthüllung und Gesangsproduktion zu
veranlassen. (.....)
(Abschrift aus der Chronik, Georg Kral)
ChorleiterInnen der Halleiner Liedertafel 1849
(früher: "Chormeister"):
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1849 – 1871 1871 – 1884 1884 – 1885 1885 – 1888 1888 – 1889 1889 – 1891 1891 – 1892 1892 – 1894 1894 – 1895 1895 – 1896 1896 – 1897 1897 – 1901 1901 – 1904 1904 – 1905 1905 – 1939/40 II. Weltkrieg Kriegsende 1952 – 1955 1955 – 1964 1964 – 1965 1965 – 1969 1969 – 1970 1970 – 1972 1972 – 1976 1976 – 1982 1982 – 1992 1992 – 1995 1995 – 1998 1998 – 2000 2000 - 2001 2001 - 2003 2003 - 2007 seit 2007 |
Franz Gruber (Sohn des Franz Xaver Gruber) Felix Gruber sen. Carl Benedikt Alexander Fellacher Carl Benedikt Josef Wörnhart Josef Burjanek Michael Schwaiger Wilhelm Höck Alexander Fellacher Wilhelm Höck Michael Schwaiger Richard Moltner Michael Schwaiger Felix Gruber jun. tw. kein Chorbetrieb Josef Göttlicher Fritz Wienerroither Hannes Klingler Andre Mairoll Theo Wiedebusch Gerhard Gabriel Friedrich Nestler Walter Roth Friedrich Nestler Josef Grabner Armin Kircher Frank Flade Boghdan Shved Pablo Assante di Cupillo Barbara Kler Darina Naneva Martina Seiwald-Reiter und Trixi Hinterhofer |
Vereinsvorstände / Obmänner und Obfrauen der HLT 1849
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1849 – 1859 1859 – 1863 1863 – 1868 1868 – 1870 1870 – 1872 1872 – 1873 1873 – 1876 1876 – 1890 1890 – 1891 1891 – 1892 1893 – 1894 1894 – 1897 1897 – 1899 1899 – 1900 1900 – 1903 1903 – 1904 1904 – 1905 1905 – 1924 1924 – 1925 1925 – 1933 1933 – 1934 1934 – 1941 1941 – 1948 1948 – 1949 1949 – 1951 1951 – 1956 1956 – 1967 1967 – 1978 1978 – 1993 1993 - 2006 2006 - 2009 seit 2009 |
Franz Gruber jun. Kajetan Jellmolli (Bürgermeister, gest. 1863) Emil Kofler (Bgm. und k.k. Notar) Hans Gaugler (Verwalter in Kaltenhausen) Josef Rosenegger Joh. Nep. Röckl Albert Schumacher Peter Lentner Heinrich von Paumgarten Josef Schmerold Peter Lentner Georg Kanzler Anton Hild Georg Kanzler Leopold Brandstätter Adolf Ritter von Grienberger Franz Kainz Adolf Ritter v. Grienberger Alois Kaut Rudolf Freudlsperger Hans Koidl Walter Auer Hans Baier Karl Eisenhofer Josef Leiseder Walter Henrich Karl Fröhlich Xaver Bruckner Franz Turek Georg Kral Sophie Brandauer Gerald Wendling |